Testimonial

Friseurin – ein Traumberuf

Ivonne Günzel
Haarstudio X-Style

Bereits im Alter von fünf Jahren wusste Ivonne genau was sie wollte. Sie erfüllte sich ihren Herzenswunsch und wurde Friseurin. Das war nicht nur eine Idee eines kleinen Mädchens, sondern ein ernstgemeinter Wunsch der mit Beginn der Ausbildung 1995 in die Tat umgesetzt worden ist. 1998 erhielt Ivonne Günzel dann nach erfolgreicher Ausbildung ihren Gesellenbrief. Doch damit nicht genug. 2002 bestand sie die Meisterprüfung mit Erfolg und ein Jahr später eröffnete sie ihren eigenen Salon. Keine Frage, dass hier eine junge Unternehmerin genau wusste wo der Weg lang zu gehen hat. Sie lebt und arbeitet nach der Devise, „das Friseurhandwerk ist der schönste Beruf, den es überhaupt gibt.“ Und wer die Geschäftsinhaberin in Ihrem Salon herumwirbeln sieht, temperamentvoll, immer fröhlich, immer zu einem Scherz und einem freundlichen Gespräch aufgelegt, der kann die Aussage des „schönsten Beruf“ und die damit verbundene Zufriedenheit nachvollziehen. Heute beschäftigt die attraktive Fuldaerin neun Mitarbeiter und bietet über das Haare stylen hinaus Haarverlängerungen an. Sie ist Diplom Coloristin und hat sich auf Färben spezialisiert. Zusätzlich bietet sie noch Kosmetik und Fußpflege für ihre Kunden an.

Es gibt verschiedene Arten, sich während oder nach der Ausbildung zu spezialisieren. Zum Beispiel als Stylist, Colorist, Hair Dresser oder Artist. Damit hat man die besten Voraussetzungen um bei Film, Fernsehen und Theater zu arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist, als bei Alltagsfrisuren. Vor allem beim Artisten ist viel Kreativität und friseurhandwerkliches Geschick gefragt, um kunstwürdige Frisuren zu kreieren.

Frauen und Karriere im Handwerk – das passt

Lena Lutter
Helfrich Bauelemente GmbH & Co.KG

Lena Lutter ist heute Gesellschafterin der Helfrich Bauelemente GmbH & Co.KG

Nach ihrem Realschul-Abschluss 2010 absolvierte Lena Lutter ihre Zimmererausbildung im elterlichen Betrieb „Helfrich Bauelemente GmbH & Co. KG“ in Petersberg.

Von Februar 2014 bis Januar 2015 folgte die Zimmermeisterschule, Ende Januar 2015 die Meisterprüfung. Und damit war es noch lange nicht genug, denn von Februar 2015 bis Juni 2015 besuchte die engagierte junge Frau die Dachdeckermeisterschule und legte mit Bravour Mitte Juni die Dachdeckermeisterprüfung ab. Mit all diesen Fähigkeiten und entsprechenden Meisterbriefen ist sie seit Juli 2015 Gesellschafterin der Helfrich Bauelemente GmbH & Co.KG

„Mein Berufswunsch ist durch das große Interesse an handwerklicher Tätigkeit entstanden. Ich habe schon immer gerne geschraubt, gebastelt und getüftelt. Zusammen mit meinen beiden Brüdern habe ich gerne gebaut. Mein Vater ist selbst Zimmermeister und hat uns Kinder schon früh mit auf die Baustellen genommen, um zuzuschauen und mitzuhelfen. Er hat uns auch in der Werkstatt walten lassen. Ich habe während der Schulzeit ein Praktikum in einer Schreinerei gemacht, doch das war für mich nicht so optimal, weil der Schreiner sehr viel in Räumen arbeitet. Als Zimmerer ist man draußen an der frischen Luft und arbeitet viel im Team, das hat mir Spaß gemacht.“

Auf die Frage, ob Frauen im Handwerk und Karriere zusammenpassen, lautet die Antwort eindeutig: „Klar, das geht, mit etwas Biss und Durchsetzungsvermögen zwischen den vielen Männer.“ Dennoch räumt Lena Lutter ein, dass es nicht immer leicht gewesen sei. „Heute verstehen die Männer immer besser, dass auch Frauen handwerklich was drauf haben und geben uns eine Chance.“ Mittlerweile ist sie Mutter einer kleinen Tochter und arbeitet weiter im Betrieb. „Das ist nicht immer leicht, aber mit etwas Unterstützung geht auch das. Das Tätigkeitsfeld hat sich in den letzten zwei Jahren gewandelt, von draußen und nach drinnen. Ich bin heute hauptsächlich in der Planung und Kalkulation tätig.“

Und natürlich darf die Frage nicht fehlen, was denn am Beruf am meisten Freude bereitet? „Der doch recht abwechslungsreiche Tag mit vielen Überraschungen, die ein Altbauprojekt – in diesem Feld sind wir überwiegend tätig – mit sich bringt, immer wieder eine Lösung zu finden und mit dem Kunden im Kontakt zu stehen. Empfehlen kann ich diesen Beruf allen jungen Leuten, die gerne schrauben und tüfteln, die Spaß an Mathematik und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben.“ Und für Lena Lutter ist eines gewiss: „Ich habe Spaß daran, denn der Beruf bedeutet nicht nur auf der Baustelle zu arbeiten, sondern mit etwas Engagement zur Weiterbildung auch eine Führungsposition einnehmen zu können.“

Schon als Kind Liebe zu Automobilen entwickelt

Marcus Schmitt
Novadyn GmbH & Co. KG

Marcus Schmitt bietet heute mit Novadyn GmbH & Co. KG breitgefächerte Referenz

Die Liebe zu den Automobilen wurde ihm, so könnte man sagen, beinahe „in die Wiege gelegt“. Da der Vater Automobilkaufmann bei Mercedes-Benz war, ist Marcus Schmitt mit Oldtimern und schönen Automobilen aufgewachsen. „An den Wochenenden sind mein Vater und ich zu verschiedenen Rennstrecken gefahren und haben uns Auto- und Motorradrennen angesehen. Das hat mich geprägt und mich zu meiner Berufswahl veranlasst.“

Nach dem Schulabschluss der Mittleren Reife ging es weiter mit der Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer. Nach Abschluss und zwei weiteren Gesellenjahren erfolgte die Weiterbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumeister, Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugtechnik auf der Fahrzeugakademie in Schweinfurt und im Karosserie-Fachbetrieb. Bei diesem hohen Maß an Weiterbildungen stand für Marcus Schmitt dem Schritt in die Selbstständigkeit nichts im Wege: Im Jahr 2001 wurde die Firma „Marcus Schmitt Kfz Technik-Karosserie-Fachbetrieb“ in Gersfeld, vorerst im Nebenerwerb, gegründet. Neun Jahre später, also 2010, erfolgte die Selbstständigkeit in Vollzeit. Damit einher ging der Umzug in eine größere Halle in Gersfeld mit vier Arbeitsplätzen, an denen zusammen mit zwei Gesellen und einem Auszubildenden gearbeitet wurde. Den Blick stets nach vorne gerichtet, stand im Jahr 2018 der Kauf der Firma Novadyn in Fulda an. Nach der ersten Etablierung und nur einem weiteren Jahr erfolgte 2019 auch hier der nächste Schritt in die Zukunft: Umbau der Firma Novadyn in Fulda, Umzug der Karosseriebaufirma Marcus Schmitt von Gersfeld nach Fulda, Aufstockung von drei Mitarbeitern auf 23 Mitarbeiter, Erweiterung der Arbeiten um Automobiltechnik mit technischen Arbeiten rund ums Fahrzeug – vom Räderwechsel über Reparaturen bis zur Achsvermessung, Inspektionen oder TÜV. Darüber hinaus beinhaltet das Portfolio die Bearbeitung von Dieseltechnik, Bremsenprüfstand, Instandsetzung von Anlassern und Lichtmaschinen, Einbau von Standheizungen, Bosch-Kfz-Teile.

Ein rasantes Tempo legt Inhaber Marcus Schmitt stets vor und so erfolgte im Oktober 2019 ein Einbau der zurzeit modernsten Lackierkabine, die Angebotspalette hat sich damit auf die Durchführung von Lackierarbeiten nochmals erweitert. Insgesamt wurden Technik, Büro und die Einrichtung der Firma Novadyn modernisiert. Beinahe mag man glauben, dass Marcus Schmitt den Ausspruch „Stillstand ist Rückschritt“ verinnerlicht hat, denn auch in diesem Jahr, im Februar /März 2020, wurde ganz im Sinne der Kunden die Unfallinstandsetzung in Zusammenarbeit mit vielen Versicherungen aufgenommen.

Heute bietet der Geschäftsführer der Firma Novadyn GmbH & Co. KG sowie Inhaber der Firma Novadyn Karosserie- und Lackierzentrum Fulda und Schmitt Classics Referenz für die Durchführung verschiedenster Arbeiten rund ums Fahrzeug unter einem Dach durch eine zertifizierte Fachwerkstatt. Übrigens hat Novadyn die höchste Auszeichnung mit vier Fachbetriebs-Zertifizierungen erhalten. Das Team umfasst 23 Mitarbeiter, bis zum Ende des Jahres sollen es 28 sein.

Gefragt nach den „Sonnenseiten“ seines Berufes, verdeutlicht Marcus Schmitt: „Das Schönste an meinem Beruf ist, dass alles möglich ist, vom alten traditionsreichen Karosserie-Handwerk bis zu den modernsten Karosserie-Strukturen. Dementsprechend hat man mit den verschiedensten Fahrzeugen zu tun, Oldtimern, Youngtimern oder auch mit schnittigen Sportwagen und natürlich ebenso mit den ganz ‚normalen‘ Fahrzeugen.“